Häufige Frage · Projektsteuerung

Was ist bei einem Website-Relaunch zu beachten?

Die vier Punkte, an denen Relaunches tatsächlich scheitern, liegen alle vor der Umsetzung: eine vollständige Inventur der bestehenden URLs und Inhalte, dokumentierte Anforderungen, ein Redirect-Konzept für jede alte Adresse und eine Person, die entscheidet. Wird einer davon übersprungen, zeigt sich das erst nach dem Go-Live, dann aber teuer.

Aktualisiert am 10.08.2026Kurz beantwortet, darunter ausgeführt

Vor dem Projekt

  • URL-Inventur. Alle bestehenden Adressen erfassen, aus Crawl, Sitemap, Server-Logs und Search Console. Was hier fehlt, fehlt später im Redirect-Konzept.
  • Content-Inventur. Je Seite entscheiden: übernehmen, überarbeiten, neu schreiben, löschen. In gewachsenen Websites lassen sich meist 30 Prozent streichen.
  • Leistungsdaten sichern. Rankings, Zugriffe, Anfragen der letzten zwölf Monate als Referenz. Ohne Vorher-Wert lässt sich nach dem Go-Live nichts belegen.
  • Ziele und Kennzahlen festlegen. Ein Satz je Ziel, mit Messgröße. Siehe Warum sollte man einen Website-Relaunch machen?
  • Eine entscheidungsbefugte Person benennen. Der größte Einzelhebel auf Dauer und Kosten.

Bei Anforderungen und Vergabe

Angebote sind nur vergleichbar, wenn die Ausschreibung es erzwingt. Ohne dokumentierte Anforderungen schneidet jeder Anbieter den Umfang anders zu, und der günstigste ist der mit dem kleinsten Verständnis.

  • Lastenheft statt Wunschliste. Seitentypen, Funktionen, Rollen, Schnittstellen, Abnahmekriterien. Der Aufbau steht im Ratgeber Lastenheft.
  • Systemwahl begründen. Nicht nach Funktionsliste, sondern nach Redaktionsmodell, Integrationsbedarf und Betriebskompetenz.
  • Rechte und Zugänge klären. Domain, Hosting, Code, Lizenzen und Analytics gehören auf Ihr Unternehmen, nicht auf den Dienstleister.
  • Betriebskosten für drei Jahre abfragen. Sonst gewinnt das Angebot mit den teureren Folgejahren.

Während der Umsetzung

PunktWarum kritischWann fällig
Redirect-KonzeptJede alte Adresse braucht ein inhaltliches Gegenstücksobald die neue Struktur steht, nicht vor dem Go-Live
Staging mit IndexierungssperreTestumgebungen im Index erzeugen Dublettenab dem ersten Aufbau
Freigaben mit FristOhne Frist wächst Verzug unbemerkt anim Vertrag, je Meilenstein
Content-Zulieferung terminierenHäufigster Verzögerungsgrund überhauptkalendarisch, vor Umsetzungsbeginn
Barrierefreiheit prüfenNachrüsten ist teurer als Mitbauenim Designsystem, nicht am Ende

Vor und nach dem Go-Live

  • Weiterleitungen vollständig getestet, keine Ketten, keine Schleifen
  • Formulare und Zustellung real geprüft, nicht nur im Frontend
  • Tracking, Einwilligungen und Rechtstexte aktiv und korrekt verknüpft
  • Sitemap eingereicht, Indexierungssperre der Testumgebung entfernt
  • Go-Live nicht am Freitag und nicht am Tag vor einem Termin
  • Monitoring für 90 Tage: Rankings, Fehlerseiten, Zugriffe, Anfragen

Die ersten 48 Stunden entscheiden, ob Fehler klein bleiben. Der vollständige Prüfplan steht im Ratgeber Website-Migration testen, die ausführliche Liste mit 64 Punkten in der Relaunch-Checkliste. Welche Fehler am häufigsten passieren, zeigt der Ratgeber Die zwölf häufigsten Relaunch-Fehler.

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Diese Seite beschreibt den allgemeinen Fall. Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir uns Ihre Website an und sagen, was davon für Sie tatsächlich zutrifft.