Phase 1 · Analyse & Konzept

Relaunch-Beratung: erst wissen, was gebaut werden soll

Die teuersten Fehler eines Relaunches entstehen, bevor jemand baut. Wir dokumentieren den Ist-Zustand, übersetzen Wünsche in prüfbare Anforderungen und liefern ein Lastenheft, gegen das man später abnehmen kann.

5–8 WochenFestpreisanbieterneutralDokumente gehören Ihnen

Vier Analysen, ein Konzept

Jedes Paket endet mit einem Dokument, nicht mit einem Gespräch. Was nicht aufgeschrieben ist, existiert im Projekt nicht.
A1 · Technisches Audit

Was die bestehende Seite technisch kann und wo sie bricht

Crawl der gesamten Domain, Statuscodes, Indexierbarkeit, Ladezeiten nach Core Web Vitals, Rendering, interne Verlinkung, Struktur der URLs, bestehende Weiterleitungen und deren Ketten. Dazu Hosting, CMS-Version, Erweiterungen, offensichtliche Sicherheitsrisiken.

Ergebnis: Auditbericht mit priorisierter Mängelliste.

A2 · Content-Inventur

Welche Inhalte es gibt, was davon wirkt, was weg kann

Vollständige Seitenliste mit Zugriffen, Einstiegen, Rankings und Conversion-Beitrag. Jede URL bekommt eine Entscheidung: behalten, zusammenführen, überarbeiten, entfernen. Das ist gleichzeitig die Grundlage des späteren Redirect-Konzepts.

Ergebnis: Content-Matrix mit Entscheidung je URL.

A3 · Stakeholder & Ziele

Was die Seite leisten soll und für wen im Haus

Strukturierte Interviews mit Geschäftsführung, Marketing, Vertrieb, IT und Redaktion. Ziel ist nicht Konsens, sondern ein dokumentierter Zielkonflikt: Wer braucht was, wo widerspricht sich das, wer entscheidet im Zweifel.

Ergebnis: Zielhierarchie und Entscheidungsmatrix.

A4 · Systemlandschaft

Was angebunden werden muss und wie belastbar diese Schnittstellen sind

CRM, ERP, PIM, Newsletter, Bewerberportal, Tracking. Für jede Anbindung: Datenrichtung, Volumen, vorhandene Schnittstelle, Ansprechpartner. Der häufigste Kostentreiber im Mittelstand steckt hier, nicht im Design.

Ergebnis: Integrationsübersicht mit Risikobewertung.

Das Lastenheft ist das eigentliche Produkt

Ein Lastenheft, das nur Wünsche auflistet, hilft niemandem. Prüfbar wird es erst durch Abnahmekriterien.
KapitelInhaltWarum es später zählt
Ausgangslage & ZieleIst-Zustand, messbare Projektziele, Nicht-ZieleVerhindert Scope Creep über „das gehört doch dazu"
InformationsarchitekturSeitenbaum, Seitentypen, NavigationslogikGrundlage für Aufwandsschätzung und Redirect-Mapping
Funktionale AnforderungenJe Anforderung: Beschreibung, Priorität, AbnahmekriteriumMacht Abnahme prüfbar statt verhandelbar
Nicht-funktionale AnforderungenPerformance-Budget, Barrierefreiheit, Browser, SicherheitDer Teil, den Angebote sonst stillschweigend weglassen
MigrationURL-Mapping-Regeln, Content-Übernahme, DatenmigrationEntscheidet über Sichtbarkeit nach Go-Live
Redaktion & RollenRechtekonzept, Workflows, SchulungsbedarfBestimmt, ob die Seite nach sechs Monaten noch gepflegt wird
BetriebHosting, Backups, Updates, SLA, AnsprechbarkeitGrößter versteckter Kostenblock über die Laufzeit
Abnahme & ProjektorganisationMeilensteine, Freigabewege, Eskalation, ZahlungsplanRegelt den Konfliktfall, bevor er eintritt
Prüfbarkeitsregel

Jede funktionale Anforderung im Lastenheft enthält ein Abnahmekriterium in der Form „erfüllt, wenn …". Anforderungen ohne Abnahmekriterium werden nicht aufgenommen, sondern zurückgestellt und geschärft. Ein Lastenheft ohne diese Disziplin ist eine Wunschliste mit Deckblatt.

Wie es nach der Konzeption weitergeht

Mit dem Lastenheft ist das Projekt kalkulierbar. Wie es besetzt wird, entscheiden wir gemeinsam, begründet, bevor ein Umsetzungsangebot im Raum steht:

  • Wir übernehmen das Projekt. Wir stellen das Umsetzungsteam aus unserem Netzwerk zusammen und verantworten Steuerung und Abnahme, siehe Team- und Anbieterauswahl und Umsetzung.
  • Wir schreiben am Markt aus. Wenn eine größere Agentur für den mehrjährigen Betrieb die bessere Wahl ist, führen wir die Ausschreibung durch und steuern anschließend auf Ihrer Seite: Projektsteuerung.
  • Sie machen allein weiter. Das Lastenheft gehört Ihnen. Wenn Sie es Ihrer bestehenden Agentur geben, ist das ein legitimes Ergebnis der Beratung.

Wenn Sie zunächst nur eine strukturierte Anforderungsskizze brauchen, erzeugt der Briefing-Generator in etwa zehn Minuten eine erste Fassung, kostenlos und ohne Beauftragung.

Zur Relaunch-Beratung

Können wir das Lastenheft auch ohne Sie weiterverwenden?

Ja. Alle Dokumente gehören nach Bezahlung Ihnen und sind bewusst anbieterneutral formuliert: kein Stack ist vorweggenommen, kein Anbieter bevorzugt. Sie können damit selbst ausschreiben, Ihre bestehende Agentur beauftragen oder eine Zweitmeinung einholen. Das ist kein Zugeständnis, sondern Voraussetzung dafür, dass die Analyse ehrlich sein kann.

Wie lange dauert die Beratungsphase?

Analyse und Konzeption zusammen dauern typischerweise 5 bis 8 Wochen, die Analyse allein 2 bis 3 Wochen. Der begrenzende Faktor sind fast immer Interviewtermine und Zugänge zu bestehenden Systemen, nicht unsere Kapazität.

Was kostet die Beratung?

Analyse und Konzeption werden zum Festpreis angeboten, hergeleitet aus Seitenanzahl, Anzahl der Stakeholder, Systemlandschaft und Sprachversionen. Der Preis steht vor Beauftragung fest, inklusive Herleitung, damit nachvollziehbar bleibt, wofür Sie zahlen.

Brauchen wir das, wenn wir schon wissen, was wir wollen?

Wenn Sie eine dokumentierte Anforderungsliste, eine vollständige URL-Inventur und ein Redirect-Konzept haben, brauchen Sie die Analyse nicht. Erfahrungsgemäß existiert meist eine Wunschliste, kein Anforderungsdokument. Der Unterschied fällt nicht beim Schreiben auf, sondern beim Angebotsvergleich, wenn vier Agenturen vier verschiedene Projekte kalkuliert haben.

Erstgespräch: 30 Minuten, danach wissen Sie, wie groß das Projekt ist

Wir schauen uns die bestehende Seite an, benennen die drei größten Risiken und sagen Ihnen, welcher Analyseumfang für Ihr Vorhaben sinnvoll ist, und welcher nicht.